Samstag, 10. März 2018

The Tiptons Sax Quartett & Drums, 30th Anniversary Tour    LIVE im Haberhaus

Ay Denio as, cl, voc / Jessica Lurie as, ts, voc / Sue Orfield ts, voc / Tina Richerson bs, voc / Robert Kaniar dr

Im Herbst 1988 –also vor fast 30 Jahren- gründete Amy Denio ein Frauen-Saxophon-Quartetts und nach dem Tode Billy Tiptons im Jahr 1989 wurde der Name „Billy Tiptons Memorial Saxophon Quartet“ ins Leben gerufen. Der Name erinnert an Billy Tipton, eine Saxophonistin die in den 1920er Jahren ihre Karriere als Mann beginnen musste um die nötige Akzeptanz in der damaligen Musikwelt zu bekommen und zeitlebens diese Rolle beibehielt.

Das nunmehrige TIPTONS SAXOPHONE QUARTET & DRUMS spielt unvergessliche, berührende Konzerte, vereint einen Stilmix von Micro-Big Band bis Gospel, Bluegrass bis Balkan, Whimsical Jazz bis Nocturnal Funk und Free Jazz und gilt alleine schon deswegen als einzigartiger in der internationalen Musiklandschaft.

Auch die langjährigen Zusammenarbeit, der unterschiedliche kulturelle Background und die reichhaltige Einflüssen gemeinsam bereister Länder tragen  zum frischen und eigenwilligen Sounds des energiegeladenen Ensembles bei.

Auf der Jubiläumstour 2018 stellen die Tiptons ihre aktuellen Alben „COOKBOOK“ und „WE LOVE TO MEET AGAIN“ (zusammen mit dem Stiftschor Michaelbeuern) vor.
“Cookbook“ umspannt einen weiten Bogen an Genres und erreicht die tiefsten Winkel unserer musikalischen Vorstellungskraft. Die Zutaten sind der reichen Vorratskammer der Tiptons entnommen, die Würzung ist inspiriert von Musik aus New Orleans, Azerbaijan; aber auch Tangos, Hymnen oder einfache Seefahrergesängen sind Ideengeber für die Zubereitung eines Menüs mit der Tiptons typischen Geschmacksnote.

Die Zusammenarbeit mit dem Stiftschor Michaelbeuern (A) resultiert aus einem Workshop vor ein paar Jahren. Schnell war das Bedürfnis nach einem gemeinsamen Konzertprogramm geboren – das Ergebnis  ist nun auf dem neu erschienen Live-Album zu nachzuhören.

Jedes der Bandmitglieder- sie kommen aus New York, Seattle, Eau Claire und Salzburg - trägt mit ihrer einzigartig Stimme zum Bandsound bei. Amy Denio (alto sax, clarinet, voice) komponiert für Tanz, Film und Multimedia Projekte; sie ist weltweit mit den unterschiedlichsten Projekten auf über 50 Tonträgern zu hören. Als Autodidaktin hat sie sich den urtümlichen, unmittelbaren Zugang zur Musik bewahrt; ihre Stimmakrobatik gilt als einzigartig in der Musiklandschaft. Jessica Lurie (soprano, alto and tenor sax and voice) verschmilzt in ihrem Spiel die Einflüsse aus Jazz, Osteuropäischer Musik, Funk und der freien Improvisation. Tina Richerson (baritone saxophone and voice) ist eine Meisterin des Bepop und schafft wunderbare Mikro-Big Band Arrangements für die Band. Sue Orfield (tenor sax, voice) ist gefragte Saxophonistin in den angesagten Blues und Country Bands der USA. In Kombination mit ihrer Liebe zu Jazz, Rock, Funk and Bluegrass hat sie ihren außergewöhnlichen Stil entwickelt. Robert Kainar, begleitet die Band seit 2008 am Schlagzeug und Perkussion. Die Erfahrungen aus seinem bunten internationales Musikerleben (von Orchesterarbeit, über Theaterproduktionen, Jazz, World, Neue Musik bis zu Soloprojekten) verleiht der Band die jeweils perfekte Farbtönung.

Pressestimmen

"The Tiptons blow up a mess of Balkan, Second Line, and carnivalesque lines, joyful, wry, and well-traveled … a hard blowing, rhythm-driven bunch of reeds." -Mark Fefer, The Stranger

“Wenngleich es immer auch Anklänge an Kletzmer, an afro-amerikanische Rhythmen - an New Orleans sowieso- gibt, über allem steht das Gefühl eines weit entwickelten Avantgard Jazz, der alles zusammen hält und fügt und dem Abend seinen unvergleichlichen Drive gibt“. – Beate Baum-Dresdener Tagblatt

"A concert by the Tiptons is always an invigorating event … A truly unique phenomenon, … they shock their audiences: funny, sharp and innovative, they lead where you do not expect to go, generously bringing us amazing songs, a soulful music, popular and demanding, very accessible and danceable. It is also a feast for the eyes, an open spectacle, free and full of humor." -songkick.org, France

www.thetiptonssaxquartett.com

Ort: Haberhaus Bühne, Neustadt 51, Schaffhausen

Abendkasse und Bar ab 19.30 Uhr

Konzertbeginn 20.30 Uhr

Eintritt CHF 25 / ermässigt CHF 20

Reservieren: www.haberhaus.ch

Sonntag, 25. März 2018

Roiin feat. Philip Dizack     LIVE im Haberhaus

Bed Stuy, Bedbugs, Brooklyn Stoops und das Dach an der Hancockstreet mit Blick auf die Skyline westlich des East Rivers - alles hat in New York seinen Lauf genommen. 2016 lebten der Pianist Michael Haudenschild und die Sängerin Corinne Nora Huber für ein halbes Jahr in New York. Die Zusammenarbeit mit Musikern aus der New Yorker Jazzszene wie Ausnahmetrompeter Philip Dizack und Schlagzeuger Angelo Spampinato führte zur Gründung von Roiin und zu einer Aufnahmesession in den Bunker Studios in Brooklyn. Der Schweizer Saxofonist Christoph Huber lebte bereits seit 3 Jahren in New York und war das Bindeglied zwischen den beiden Szenen. Die transatlantische Band wird im Frühling 2018 im Rahmen des Transnational Contests zum ersten Mal live in der Schweiz zu hören sein. 

Roiin ist eine Hommage an das griechische Wort für Fluss. Wie ein kraftvoller Strom fliesst die Musik von Roiin durch die Gehörgänge direkt in die Mitte des Körpers, wo sie ihre Sogwirkung enfaltet. 

Corinne Nora Huber (CH) - Gesang

Philip Dizack (US) - Trompete

Christoph Huber (CH) - Tenorsaxophon

Michael Haudenschild (CH)  - Piano

Benjamin Muralt (CH) - Bass

Angelo Spampinato (US) - Schlagzeug

www.corinnenora.com

 

Ort: Haberhaus Bühne, Neustadt 51, Schaffhausen

Abendkasse und Bar ab 19.30 Uhr

Konzertbeginn 20.30 Uhr

Eintritt CHR 25 / 15

Reservieren: www.haberhaus.ch

 

BeJazz Transnational 2018 – Musiker Biografien Roiin

michael haudenschild - CH

Michael Haudenschild (1992 in Bern) begann mit 7 Jahren eine klassische Klavierausbildung. Kurz darauf entdeckte er die Improvisation und wechselte zum Jazzklavier. Mit 16 Jahren trat er in die Talentförderung Musik des Gymnasiums Hofwil über. Gleichzeitig begann er mit dem Vorstudium an der Swiss Jazz School und schloss 2014 den Bachelor an der Hochschule der Künste Bern ab. Momentan absolviert er den Master of Composition & Arrangement und nimmt Unterricht bei Colin Vallon, Hans Feigenwinter, Martin Streule, Christoph Baumann und Django Bates. 2016 verbrachte er sechs Monate in New York, spielte und nahm mit Musikern wie Philip Dizack auf. Er nahm Unterricht bei Aaron Parks und absolvierte Masterclasses bei den Pianisten Kenny Werner, Craig Taborn, Luis Perdomo und Jean-Michel Pilc. 2014 wurde Michael mit dem Friedl-Wald Stipendium ausgezeichnet. Zudem gewann er den 1. Preis der Piano Competition für junge Jazzpianisten der Hochschule Luzern. In Folge war er an den Jazznights Langnau 2015 mit seinem Trio E-Scape einer der Headliner und eröffnete den Abend für das Joshua Redman Quartett. 2015 produzierte er mit der Band Nojakîn deren erstes Album. Im August 2016 erschien die erste EP seines Trios E-Scape. 2017 war er mit NOJAKîN Teil des Suisse Diagonales Jazz Festival.

corinne nora huber - CH

Corinne Nora Huber (1986 in Aarau) ist in einem Musikerhaus in Rupperswil AG aufgewachsen und spielt noch heute mit ihrem Vater, Pianist und Komponist Felix Huber, und ihrem Bruder, Saxofonist Christoph Huber in einer Band. Sie begann früh mit Gitarre, Cello und Klavier, später kam noch der Kontrabass hinzu. Ihre erste Gesangsstunde nahm sie mit 15 Jahren. Trotz ihrer musikalischen Wurzeln, entschied sich Corinne nach der Matur vorerst für ein Studium in Geschichte und Literatur. Zeitgleich zu den Bachelorprüfungen an der Uni Basel hat sie die Aufnahmeprüfung für die Jazzschule absolviert und kurz darauf an der HKB mit dem Studium begonnen, das sie 2017 mit dem Master of Composition & Arrangement abschliesst. Corinne studierte Gesang bei Efrat Alony und Andreas Schaerer sowie Komposition bei Martin Streule, Django Bates, Bert Joris, Frank Sikora und Christoph Baumann.

Mit ihrer Band NOJAKîN gewann sie 2014/2015 das AKU Sounds Förderjahr des Aargauer Kuratoriums. Mit der Unterstützung des Schweizer Radio und Fernsehens SRF 2 nahm NOJAKîN dann 2015 ihre erste CD auf. Das Debutalbum "Silent Smile" erschien beim deutschen Label QFTF. Im gleichen Jahr ging die Band in der Schweiz, Deutschland, Österreich, der Slowakei und Tschechien auf Releasetournee. 2016 wurde Corinne vom Aargauer Kuratorium mit einem Werkbeitrag ausgezeichnet und verbrachte ein halbes Jahr in New York, wo sie intensiv mit Musikern aus dem Big Apple zusammengearbeitet hat (CD „NOJA in NUJORK kommt 2018). NOJAKîN war 2017 Teil des Suisse Diagonales Jazz Festival. Als Sängerin ist Corinne in verschiedenen Bands aktiv und als Komponistin hat sie etwa für den Kirchenmusikkongress Schweiz 2015 in der St. Peter und Paul Kirche Bern geschrieben.

christoph huber - CH

Aus der gleichen musikalischen Familie kommend wie seine Schwester Corinne, spielte Christoph Huber (1988 in Aarau) von klein auf mehrere Instrumente. Mit 9 Jahren entdeckte er das Tenorsaxophon, welches bald darauf zu seinem Hauptinstrument wurde. 2004 begann Christoph den Unterricht bei Fritz Renold, ehemaliger Berklee Professor und musikalischer Leiter des Jazzaar Festivals. 2005 trat er zum ersten Mal am Jazzaar auf, wo er über mehrere Jahre dabei war. Christoph ist in dessen Rahmen mit Musikern wie Benny Golson, Buster Williams, Victor Lewis, Adam Nussbaum, Terri Lyne Carrington, Lew Soloff, Barry Lee Hall Jr, Adam Rogers, Donny McCaslin, Tierney Sutton, Helen Sung, Mark Gross, Tia Fuller und vielen mehr aufgetreten. Im Jahr 2008 wurde Christoph ein Stipendium fürs Berklee College of Music in Boston USA verliehen. Seit dem Start seines Studiums 2009 hat er 5 weitere Stipendien gewonnen. Er hat unter anderem bei Ed Tomassi, George Garzone, Greg Osby und Jerry Bergonzi studiert. Christoph hat international getourt und gab Workshops an verschiedensten Institutionen. Bis 2016 lebte er in New York, wo er mit Musikern wie Gilad Hekselmann oder Philip Dizack zusammengearbeitet hat. Im April 2017 erschien sein Kompositions- und Videowerk „I Am Sound“, das er 2016 mit einem Nonett in New York realisiert hat (Philip Dizack und Corinne Huber waren Teil davon).

philiph dizack - US

Philip Dizack ist 1985 in Milwaukee, Wisconsin geboren und aufgewachsen. Nach ersten, mittel erfolgreichen Versuchen auf dem Saxophon, wechselte er mit zehn Jahren zur Trompete. Nach seinem Abschluss an der Milwaukee High School of Arts zog er 2003 nach New York, wo er an der Manhatten School of Music Jazz studierte. Seither lebt und arbeitet er in New York und hat unter seinem Namen bereits drei Alben (Beyond A Dream, The End of An Era, Single Soul) veröffentlicht. Er tourte durch die USA, Kanada und Japan und spielte mit dem Philip Dizack Quintet am Barcelona Jazz Festival. 2005 gewann er die International Trumpet Guild Jazz Competition, sowie den renommierten Caruso International Solo Jazz Wettbewerb. Zudem stand er jeweils 2008 und 2015 im Halbfinal der renommierten Thelenious Monk Competition. In der New Yorker Szene arbeitete er mit Musikern zusammen wie Roy Haynes, Jason Moran, Robert Glasper, Terrell Stafford, Marcus Gilmore, Aaron Goldberg, Nicolas Payton und viele mehr.

angelo spampinato - US

Geboren 1989 in der Bay Area, ist Angelo Spampinato in San Francisco aufgewachsen. Im zarten Alter von 4 Jahren begann er mit dem Schlagzeugspiel. Nach der High School wechselte von der West- an die Ostküste und studierte am Berklee College of Music in Boston, das er 2008 mit mehreren Auszeichnungen ‚cum laude’ abschloss. Nach dem Studium zog er weiter nach New York, wo er in Brooklyn lebt und regelmässig mit Bands wie Iris Lune, Evolfo, Yoke Lore und der Flötistin Tali Rubinstein auftritt und international auf Tournee i st.

Relevante Links:

corinnenorah.com

michaelhaudenschild.com

philipdizack.com

christophhuber.com

spampinato.rocks!


Donnerstag, 29. März 2018

 

STRAYMONK PLAYS ITSELF

 

NAT SU- ALTO SAX

GABRIEL DALVIT- ALTO SAX

DOMINIQUE GIROD-BASS

JONAS RUTHER- Drums                                     www.straymonk.ch 

 

Wenn es ein Projekt länger als zehn Jahre gibt, dann muss man es Band nennen.

Wenn man sich in der ganzen Zeit auch noch regelmässig trifft um musikalisch in die Tiefe zu gehen und schliesslich noch die Welt bereist, dann ist dies die absolute Ausnahme in der heutigen musikalischen Welt. Beides trifft auf Straymonk zu.

„Frischer kann 'alter' Jazz nicht klingen“, so beschrieb die Schweizer Illustrierte das Erstlingswerk der Band Straymonk, die sich ganz den Kompositionen von Billy Strayhorn und Thelonious Monk verschrieben hatte.

Auf der zweiten CD verarbeitete das Quartett, die Musik der grossen Basslegende und Komponisten Charlie Mingus.

Das neuste Programm widmet Straymonk sich nun selbst.

Im Zentrum steht die wunderbare, neu komponierte Musik.

Die feinen, intelligenten, immer groovenden Kompositionen, verarbeitet das Quartett um die beiden Alt-Saxophonisten zu einer reduzierten, eindringlichen Musik, die man einmal gehört, nicht so schnell vergisst.

Dabei bietet bereits die überraschende Wahl der Instrumente – zwei Altsaxophone, Bass, Schlagzeug – die Grundlage für neue, spannende Interpretationen.

Die jahrelange Arbeit an einem gemeinsamen Bandsound und an der  Verschmelzung der beiden Altosax-Klangfarben, führt dazu, dass in der Exposition der Themen ein eindringlicher, fast hypnotischer Einklang entsteht. Die vier Musiker nutzen dagegen bei den Solos den Raum für spannende Adaptionen und überraschende Dialoge;

Frischer kann zeitgenössischer Jazz nicht klingen.

Im Mittelpunkt von Straymonk stehen die beiden Alt-Saxophonisten Nathanael Su und Gabriel Dalvit. Die beiden verbindet schon immer die gemeinsame Leidenschaft zum vollen, warmen Altosound. Ergänzt werden die zwei Musiker von einer grossartigen Rhythmusgruppe. Der Kontrabassist Dominique Girod und der Schlagzeuger Jonas Ruther beweisen dabei nicht nur ihre Fähigkeit, den Solisten die nötigen Freiräume und Unterstützung zu geben, sondern setzen selber auch markante Akzente als Solisten.

 

Ort: Haberhaus Bühne, Schaffhausen

Abendkasse und Bar ab 19.30 Uhr

Konzertbeginn 20.30 Uhr

Eintritt CHF 25 / ermässigt CHF 20

Reservieren: www.haberhaus.ch 


Donnerstag, 5. April 2018                     im Haberhaus

Ghost Town - No Depression In Heaven

 

(Crossover-Jazz)
«No Depression In Heaven»

Der Zahl Sieben werden oft spezielle Eigenschaften zugeschrieben: für manche ist sie magisch, für manche heilig und für viele einfach die Glückszahl per se. Eine weit verbreitete Annahme besagt zudem, dass sich der menschliche Körper alle sieben Jahre komplett erneuert, indem alle Zellen ausgetauscht werden – eine eigentliche Wiedergeburt findet statt!

Und was hat das alles mit «Ghost Town» zu tun? Nach sieben Jahren der Durchforstung diverser Techno- und Pophits hat sich die Band entschieden, diese Pfade zu verlassen, aufzubrechen und gegen Westen zu trekken. «Ghost Town» hat tief in Americana gegraben und dabei eine Menge regionaler, amerikanischer Hits, die in den späten 1800er und frühen 1900er Jahren zu Papier gebracht wurden, ans Licht gefördert, herausgeputzt und auf ihrer dritten Scheibe «No Depression in Heaven» vereint. Auf der Reise hat sich das ursprüngliche instrumentale Trio zum vokal getriebenen Quartett erweitert. Mit von der Partie ist jetzt die einzigartig wandlungsfähige Vokalistin, Joana Aderi.

Die Ingredienzen unerwiderte Liebe, Mord und Totschlag, die Geisteshaltung eines Edgar Allen Poe...und das alles mit einer feiner Prise Humor abgeschmeckt, machen die Scheibe zu einem aparten Genuss. Das ursprüngliche Material, auf dem die Aufnahmen aufbauen, ist zwar düster, weil in düsteren Zeiten geschrieben – es fehlt ihm aber nie am nötigen Scharfsinn und Galgenhumor.

Alle Mitglieder von Ghost Town sind bewährte Musiker und sind vertraut mit der Sprache der Improvisation im Sinne des Jazz. Aus verschiedenen Gründen haben sie sich dazu entschieden, sich allem anderen als dem konventionellen Jazz zu widmen. Dabei zeigt sich das ausgeprägte musikalische Talent von «Ghost Town» im improvisatorischen Fluss, in der Unmittelbarkeit des Klangs und dem natürlichen Gefühl für pulsierende Polyrhythmen. Dabei entsteht eine einzigartige Klangfarbe, die in elektronisch-flüssiger Strukturiertheit erklingt.

Die Songs, die auf «No Depression in Heaven» vereint sind, wurden vom Gitarristen Urs Vögeli sorgfältig recherchiert, handverlesen und zusammengestellt. Urs hat die Originale modifiziert und neu arrangiert, manchmal nur den Text belassen und einen neuen Song darüber geschrieben. Nach der Bearbeitung durch die Band, erfolgte die finale Auswahl der Titel mit Augenmerk auf die Schaffung eines möglichst fliessenden, in sich geschlossenen Hörerlebnis.

Als erstes steht der Respekt vor den Wurzeln dieser Musik, sie zu kennen und nicht nur das Abziehbild davon, welches die heutige Musikindustrie vorzeichnet. Im Kern steht meine eigene musikalische Herangehensweise: das gleichzeitige Zusammenspiel von Subversion, Autentizität und Ambivalenz. Es ist ein Wechselspiel, welches dem Zuhörer die Möglichkeit gibt, einen eigenen Zugang zu unserer Musik zu finden. – Urs Voegeli

«Ghost Town» ist ein Crossover-Jazz-Quartett aus der Deutschschweiz, bestehend aus: Joana Aderi (voice, electronics, fx), Urs Voegeli (guitar), Claude Meier (bass) and Lukas Mantel (drums).

Biographie Ghost Town Vom Trio zum Quartett

Im Jahr 2009 als Trio begonnen, haben Ghost Town bekannte Lieder aus Rock und Pop neu vertont und die zwei Alben «No Tits But Hits» (2011) und «Don’t Make Your Mama Cry» (2014) veröffentlicht. Sie spielten zahlreiche Konzerte im In- und Ausland. Das stete Zusammenspiel inspirierte das Trio, neue Wege zu gehen: Mit der Zürcher Musikerin Joana Aderi – bekannt aus der Elektronik und Avantgarde Szene (Sissy Fox, Phall Fatale) – haben sich Ghost Town musikalisch wie auch personell neu formiert. «No Depression In Heaven» ist das Ergebnis zahlreicher Live Sessions gemeinsam mit Aderi, die mit ihrem Gespür für Drama und Verspieltheit zu Tiefe und Schalk beiträgt, und diese zeitlosen Songs zu einem komplett neuen Hörerlebnis werden zu lassen.

Pressetext kurze Version

Ghost Town ist ein Quartett aus der Deutschschweiz rund um die Bandmitglieder Joana Aderi (Stimme/Effekte), Urs Vögeli (Gitarre), Claude Meier (Bass) und Lukas Mantel (Schlagzeug). Als Trio haben sie begonnen und als solches fast alle Radiohits zur Unkenntlichkeit verschönert. Als Quartett kehren sie zurück und lassen mit ihrem neuen Album «No Depression In Heaven», eine Mischung aus Avantgarde, Electronics und Jazz, die Wurzeln des traditionellen amerikanischen Liedguts auf bisher ungehörte Art und Weise erklingen. 

www.ghosttownmusic.ch

Ort: Haberhaus  Bühne, Neustadt 51, Schaffhausen

Abendkasse und Bar ab 19.30 Uhr

Konzertbeginn 20.30 Uhr

Eintritt CHF 25 / Studierende CHF 15

Reservieren: www.haberhaus.ch

Organisation/Veransstalter: LIVE-Musikveranstaltungen

Donnerstag, 12. April 2018             LIVE  im Haberhaus

Blöchlinger Revisited

Auf die Einladung des Festivals Stans hin entstand dieses Projekt.

Es soll der Versuch gewagt werden einen neuen Blick auf das reiche und vielfältige kompositorische Schaffen des Saxofonisten und Komponisten Urs Blöchlinger zu werfen.

Urs Blöchlinger, ein überaus vielseitiger, fantasievoller und intelligenter Komponist hat ein grosses Werk hinterlassen, welches stets Aspekte der improvisation mit kompositorischen Strukturen verband. Dieses soll nun  in diesem Projekt neu gesichtet und revitalisiert werden.

Von Interesse dürfte dabei die Zusammensetzung der Band sein.

Drei junge Schweizer Musiker aus dem Umfeld der Hochschule Luzern (Urs Blächlingers Sohn) Lino Blöchlinger  Saxes und Sebastian Strinning Clarinets bilden zusammen mit  Beat Unternährer  Trombone (?) und Russ Johnson Trumpet, (welcher durch viele Projekte in der Schweiz mit der hiesigen Szene verbunden ist,) eine hochkarätige Bläsersection.

Die Rhythemsection bilden die beiden alten Hasen Dieter Ulrich Drums und Christoph Baumann Piano. Beide haben lange Jahre mit Urs Blöchlinger zusammengearbeitet. Der dritte Mann ist Neal Davis, Bassist aus Toronto. Er hat sich intensiv mit dem Werk von Urs auseinandergesetzt, was vor fünf Jahren zu einem spannenden Projekt mit Kanadischen Musikern und den beiden Schweizern Ulrich und Baumann führte. Dies sicher ein guter Grund für uns, ihn zu diesem Projekt einzuladen.

Mittels verschiedener Verfahren soll der Musik von Urs Blöchlinger neu begegnet werden. Hauptaspekt sind die improvisatorischen Erweiterungen und Ausflüge auf der Basis des vorgeschlagenen Materials. Neubearbeitungen und Arrangements von Stücken bilden eine zweite Schiene auf welcher gefahren wird, vorgesehen sind auch einige komponierte Kommentare von den jüngeren Musikern.

Wir freuen uns auf eine wilde, reichhaltige, farbige Musik voller Überraschungen.

 

Ort: Haberhaus Bühne, Neustadt 51, Schaffhausen

Abendkasse und Bar ab 19.30 Uhr

Konzertbeginn 20.30 Uhr

Eintritt CHF 25 / Studierende CHF 15

Reservieren: www.haberhaus.ch

Organisation: LIVE-Musikveranstaltungen